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Flums - Die Hochburg der Maskenschnitzkunst

Das Schnitzen von Holzmasken kam im Sarganserland anfangs des 19. Jahrhunderts auf, angeregt durch Wanderarbeiter aus Süddeutschland und dem Tirol. Die älteste Holzmaske, «di Alt» aus Walenstadt, wird auf das Jahr 1832 datiert. Bis in die 1930er Jahren waren die Sarganserländer Holzmasken Charaktermasken. Sie karikierten Dorfpersönlichkeiten mit ausgeprägten Gesichtszügen oder auch Verhaltensweisen wie Schwatzhaftigkeit.

Traditionelle Masken werden bis heute von Schnitzern und Schnitzerinnen hergestellt. Ab den 1930er Jahren kamen zudem Schreck-, Dämonen- und Teufelsmasken auf. Die erste Teufelsgruppe geht auf das Jahr 1954 zurück. Die heute verbreiteten Hexenvarianten entstanden ausgehend von den älteren «Wiibli»-Masken. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte ein eigentlicher Schnitzboom ein. Neben der Nachahmung von alten Masken entstanden kreative Neuschöpfungen.

Flums entwickelte sich zur Hochburg der Maskenschnitzkunst und schuf weit über die Region hinaus bekannte Maskentypen. Das Maskenschnitzen erfreut sich bis heute ungebrochener Beliebtheit. Es wird in der Familie weitergegeben oder kann in Volksschnitzkursen erlernt werden. Wesentlich zur Aufrechterhaltung der Schnitztradition tragen die neugegründeten Schnitzervereine bei. Heute sind rund sechzig Freizeitschnitzer im Sarganserland aktiv.

Hier finden Sie weitere Informationen und lebendige Traditionen der Kantone St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden.

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